Schattenbahnhof – Umbau auf Servos

Leider stellte sich im Schattenbahnhof nach späterer Fertigstellung der Anlage bzw. dessen Fahrbetrieb heraus, dass die Tillig Weichenantriebe ihre Arbeit nicht zuverlässig verrichteten. Nach einigen Versuchen zeigte sich, dass die Anlage zu viel Strom verbrauchte bzw. die Antriebe nicht mehr genug Strom erhielten, um die Weichenzungen zuverlässig zu stellen und an die Backenschiene anzudrücken ( und diese Spannung zu halten! ) . Daraufhin trennten wir den Fahrbetrieb von der eigentlichen Versorgung wie Straßenlampen, Hausbeleuchtung, Signale und deren Decoder, Weichen etc. Jetzt war eine ausreichende Stromversorgung an den Weichenantrieben wieder gegeben, doch zufriedenstellend war das Ganze immer noch nicht. Es kam immer wieder vor, dass die Züge entgleisten, da die Weichen nicht richtig geschaltet wurden. Nach einiger Zeit machte es keinen Spaß mehr, ständig die Züge im Schattenbahnhof wieder auf das Gleis zu setzen. Daher haben wir uns entschieden auch hier auf Servos umzusteigen, welche in Zukunft die Weichen schalten sollten. Der Umbau gestaltete sich schwieriger als gedacht. Die Gleise im Schattenbahnhof waren fest verklebt und auch die Weichen waren im Guten nicht zu lösen. Die Standard Weichenantriebe von Tillig greifen seitlich auf die Weichenzunge zu und nicht über das Loch in der Stellschwelle. Somit fehlte unter den Stellschwellen der Weichen ein Loch, um hier einen Stelldraht/Federdraht durchzuführen.


Jetzt fingen wir an zu rechnen, wie stark der Untergrund unter den Weichen ca. ist damit wir im Guten dort nachträglich ein Loch gebohrt bekommen ohne die Weichen zu beschädigen. Wir kamen auf eine Maß von ca. 13mm (8mm Sperrholz + 5mm Trittschalldämmung), wovon wir einen Millimeter aus Sicherheitsgründen abzogen. Nun einfach einen Holzbohrer zu nehmen, um ein Loch zu bohren, stellte sich als keine gute Idee heraus. Der Bohrer hatte sich mit aller Kraft durch das Sperrholz gebohrt und war nicht aufzuhalten. Selbst beim langsamen bohren mit einem Akkuschrauber passierten Unfälle, die keiner haben wollte. Also benötigen wir einen Bohrer mit einer Arretierung, die wir auf 12mm stellen konnten. Einen passenden Bohrer fanden wir auf eBay. Damit ließen sich problemlos Löcher unter den Weichen bohren, ohne dass die Weiche darüber abhob. Nur wo sollten wir mit dem Bohrer ansetzen damit wir auch das Loch unter der Stellschwelle der Weiche treffen und nicht 3cm danebenliegen? Guter Rat war teuer, aber die Lösung schnell gefunden.


Da wir stolze Besitzer von einem Mini-Akkuschrauber sind und dafür eine Winkelvorrichtung kaufen konnten, war das Bohren von oben bzw. im Schattenbahnhof (Höhe 12cm) kein Problem. Somit haben wir vor den Stellschwellen der Weichen bzw. zwischen den Schwellen ein kleines Loch gebohrt und konnte von unten sehen, wo das eigentliche Loch (Durchmesser 1cm) gebohrt werden muss. Jetzt waren alle Löcher unter den Weichen schnell gebohrt, die mit einem nicht ganz so scharfen Bohrer per Hand noch nachbearbeitet wurden, damit die Weichen darüber auch wirklich überleben, weil eine Reparatur dieser sehr kompliziert gewesen wäre. Nachdem wir mit dem bohren der Löcher für den Stelldraht fertig waren, war das Installieren der Servos das kleinste Problem, außer an den Stellen, wo Dachlatten oder andere Dinge im Wege waren (siehe Bilder).


Eins können wir nach dem Umbau von 32 Weichen im Schattenbahnhof mit 100%-tiger Sicherheit sagen, dass es nichts Besseres als Servos zum Schalten von Weichen gibt. Jetzt läuft der Betrieb im Schattenbahnhof problemlos.

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